Mit dem Ziel, die Grenzen der Wissenschaft zu erweitern und Patient*innen ein gesünderes und besseres Leben zu ermöglichen, vergibt Gilead Sciences jährlich den „Creating Possible Award“. Dieser wurde ins Leben gerufen, um innovative Forschungs- und Communityprojekte zu fördern, die einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Patientenversorgung leisten.Im Jahr 2025 stand der Award im Zeichen der Onkologie. Projekte konnten in den folgenden Bereichen eingereicht werden:
Brustkrebs
Lungenkrebs
Hämatoonkologie
Maligne Erkrankungen des oberen Verdauungstrakts
Der Creating Possible Award ist mit bis zu € 25.000 pro Projekt dotiert und unterstützt damit gezielt wissenschaftliche Initiativen sowie patientenorientierte Programme, die das Potenzial haben, die Behandlung und Lebensqualität von Patient*innen nachhaltig zu verbessern.
Die eingereichten Projekte wurden von einem unabhängigen, hochkarätigen Expert*innengremium bewertet, dessen Mitglieder über umfassende wissenschaftliche Expertise in den jeweiligen Fachgebieten verfügen.
Die Einreichphase für den Creating Possible Award 2025 lief im Zeitraum von 01. September bis 14. November 2025, gefolgt von einer Evaluierungsphase Ende November.
Die feierliche Preisverleihung fand am 29. Januar 2026 im Rahmen des Creating Possible Events im Billrothhaus in Wien statt. Die Keynote wurde von Frau Claudia Schauflinger gestaltet, die mit ihrer persönlichen Geschichte eindrucksvoll aufzeigte, welche Bedeutung innovative Forschung und patientenzentrierte Versorgung im Alltag haben, und damit einen besonders bewegenden und inspirierenden Auftakt zur Veranstaltung setzte. Im Zuge dieser Veranstaltung wurden die Gewinnerprojekte präsentiert und ausgezeichnet. Darüber hinaus hatten die Preisträgerinnen die Möglichkeit, ihre Projekte einem Fachpublikum vorzustellen und sich mit Expertinnen zu vernetzen.
Der Creating Possible Award 2025 unterstreicht einmal mehr das Engagement von Gilead Sciences, wissenschaftliche Innovation zu fördern und gemeinsam mit Partnern nachhaltige Fortschritte in der Patientenversorgung zu erzielen.
George Tousimis, Vize-Präsident des FOPI (Forum der forschenden pharmazeuschen Industrie in Österreich)
„Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Österreich. Doch immer mehr onkologische Erkrankungen können geheilt oder zumindest chronifiziert werden. Das ist das Ergebnis immens intensiver Forschung weltweit. Auch in Österreich ist die Onkologie die mit Abstand am stärksten beforschte Indikation mit 43 % aller klinischen Studien. Damit dürfen wir uns aber nicht zufriedengeben. Um betroffenen Patient:innen zu helfen, müssen wir noch besser wer-den – insbesondere was die Prävention und Früherkennung von onkologischen Erkrankungen so-wie den Zugang zu innovativen Krebstherapien betrifft. Aber wir sollten auch die Versorgungsquali-tät steigern, die Nutzung von Daten optimieren und eine starke Allianz zwischen Patient:innen, Industrie, Wissenschaft und Politik bilden. Der – von Gilead ins Leben gerufene – Creating Possible Award leistet gerade dazu einen wichtigen Beitrag.“
Prim. Univ.-Prof. Dr. Ewald Wöll, Ärztlicher Direktor / ärztl. Leiter Innere Medizin des KH St. Vinzenz Zams, Präsident der OeGHO (Österreichischen Gesellscha für Hämatologie und Medizinische Onkologie)
„Der Creating Possible Award würdigt Projekte, die durch innovative Ansätze klinische Forschung vorantreiben aber auch Kommunikation und Information stärken und damit einen messbaren Beitrag zur Verbesserung der Therapieansätze aber auch der Lebensqualität von Krebspatient:innen leisten. Ausgezeichnet werden Initiativen, die neue Wege beschreiten und nachhaltige Impulse für eine patientenzentrierte Versorgung setzen.“
Dr.in Hannah Tschenet, Preisträgerin mit dem Projekt „StressLung: Stressbewälgung im Alltag von Lungenkrebspaent*innen“
„Der Creating Possible Award von Gilead ermöglicht es uns, Menschen mit Lungenkrebs zusätzlich zur medizinischen Behandlung eine digitale Unterstützung beim Umgang mit Stress und Belastungen im Alltag anzubieten. Mit wissenschaftlich geprüften Strategien und Übungen möchten wir ihre psychische Gesundheit und ihr Wohlbefinden langfristig verbessern."
Medizinische Universität Wien
Universitätsklinik für Innere Medizin I , Abteilung für Hämatologie und Hämostaseologie
Titel: eSMART – Save Haven - personalisierte telemedizinische
Unterstützung von CAR T Zell Patienten
Fördersumme: 25.000,00€
Kategorie: Hämatoonkologie
Projektbeschreibung:
Moderne Krebsbehandlungen werden immer wirksamer, aber auch deutlich komplexer. Das belastet sowohl das Gesundheitspersonal als auch Patient:innen und ihre Angehörigen. Viele brauchen zusätzliche Unterstützung, um die Behandlung zu verstehen, Nebenwirkungen besser zu bewältigen und sich gut betreut zu fühlen. Das telemedizinische System E‑SMART hilft dabei: Es begleitet Patient:innen rund um die CAR‑T‑Therapie, bietet verständliche Informationen und psychosoziale Unterstützung – genau dann, wenn sie gebraucht wird. So ergänzt es die ärztliche und pflegerische Betreuung und trägt dazu bei, die Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern.
Einreicher: Univ. Prof. Dr. Alexander Gaiger
Medizinische Universität Graz
Titel: Eosinophils as key players in immune checkpoint inhibitor therapy for NSCLC
Fördersumme: 24.052,00€
Kategorie: Lungenkrebs
Projektbeschreibung:
Lungenkrebs ist sehr gefährlich und wird oft erst spät entdeckt. Eine Gruppe von Immunzellen – die Eosinophilen – könnte helfen vorherzusagen, wie gut Patient:innen auf moderne Immuntherapien ansprechen. Erste Hinweise zeigen: Haben Patient:innen mehr Eosinophilen, wirken diese Therapien oft besser. Wie genau Eosinophilen direkt im Tumor helfen, ist aber noch kaum erforscht.
Einreicherin: Melanie Kienzl, PhD
AHOP - Arbeitsgemeinschäft hämatologisch-onkologischer Pflegepersonen in Österreich
Titel: Toolkit zur Unterstützung von Gesprächen zu Sexualität und Intimität in der Onkologie
Fördersumme: 24.900,00€
Kategorie: Brustkrebs
Projektbeschreibung:
Onkologische Behandlungen wirken sich oft auf Sexualität, Körperbild und Beziehungen aus. Viele Pflegepersonen wissen zwar, dass sie dieses Thema ansprechen sollten, tun es aber im Alltag selten – meist aus Unsicherheit oder Scham. Dadurch bleiben Patient:innen und ihre Partner:innen oft mit Sorgen und Fragen allein. Das neue Toolkit soll helfen, diese Lücke zu schließen. Es bietet Pflegepersonen einfache, praktische Materialien und Gesprächshilfen, damit das Thema Sexualität selbstverständlich und einfühlsam in Gesprächen eingebunden werden kann – sowohl ambulant als auch im Krankenhaus.
Einreicher: Annibelle Call
Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften
Titel: The Role of NKG2D-Ligands in Clinical Oncology
Fördersumme: 25.000,00€
Kategorie: Hämatoonkologie
Projektbeschreibung:
Das Immunsystem kann Krebszellen oft erkennen und bekämpfen, aber manche Tumore entziehen sich dieser Kontrolle. Natürliche Killerzellen (NK‑Zellen) sind wichtig, weil sie Krebszellen auch dann angreifen können, wenn andere Immunzellen sie nicht mehr erkennen. Damit NK‑Zellen Tumore finden, brauchen sie bestimmte „Stresssignale“ (z. B. MIC‑A/B) auf Krebszellen. Viele Tumore schalten diese aus. Die Idee des Projekts: Bestimmte Krebsmedikamente in niedriger Dosierung könnten diese Signale wieder einschalten, sodass NK‑Zellen Krebszellen besser angreifen können. Ziel ist es herauszufinden, welche Medikamente diese Signale zurückbringen und wie NK‑Zellen dadurch wirksamer werden.
So könnte man herkömmliche Krebstherapien einfacher und sicher immunverstärkend einsetzen – ohne teure, komplizierte Zelltherapien.
Einreicher: Clin. Assoc. Prof. Priv.-Doz. Dr. Josef Singer, PhD, MBA